Raucherentwöhnung

stock

Tabakrauch enthält eine Vielzahl von Schadstoffen wie Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Kadmium, Zink, Nickel, flüchtige Aldehyde, Benzole, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe und Blei. Diese Schadstoffe verursachen weitreichende gesundheitliche Folgeschäden.

Zu den wichtigsten zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkte, Schlaganfälle und Gefäßverschlüsse wie Raucherbeine), Krebserkrankungen (vor allem Lungenkrebs - aber auch viele andere Krebsarten) und chronische Erkrankungen der Atemwege. Darüber hinaus ist das Rauchen verantwortlich für eine erhöhte Infektanfälligkeit, Erhöhung der Herzfrequenz und erhöhte Blutdruckwerte. Auch Erektionsstörungen, Impotenz und Unfruchtbarkeit können durch das Rauchen bedingt sein.

Die Berechnung, wie viele Menschen jedes Jahr in Deutschland an den folgen des Tabakkonsums sterben, schwanken zwischen 110.000 und 140.000 Rauchern, das sind täglich etwa 300 bis 400 Männer und Frauen.

Regelmäßiges Rauchen macht abhängig, das haben Sie selbst wahrscheinlich schon oft bemerkt. Die Abhängigkeit hat eine psychische und eine körperliche Komponente. Die psychische Abhängigkeit äußert sich beispielsweise darin, dass bei bestimmten Gelegenheiten, gewissen Situationen oder Stimmungen nur sehr schwer auf Zigaretten verzichtet werden kann.

Auch Ihr Körper hat sich im Laufe Ihrer “Raucherkarriere” an das Nikotin gewöhnt. Wenn dann mit dem Rauchen aufgehört und dem Körper kein Nikotin mehr zugeführt wird, sind häufig Entzugserscheinungen wie starkes Rauchverlangen, Nervosität, Aggressivität, Schlafstörungen, depressive Stimmung usw. die Folge.

Die Stärke dieser Entzugsbeschwerden ist von Raucher zu Raucher sehr unterschiedlich und lässt sich nur schwer vorhersagen. Vielleicht werden auch Sie für einige Zeit an Entzugserscheinungen leiden. Aber Sie können sicher sein, dass selbst die hartnäckigsten Entzugssymptome nach wenige Wochen verschwunden sind.

Die Ohrakupunktur kann bei der Raucherentwöhnung sehr gut helfen. Man kann damit die Symptome so weit damit mildern, dass diese Phase möglichst erträglicher wird. Dafür findet zuerst eine Konsultation und eine erste Untersuchung statt, wo man den ersten tabakfreien Tag festlegt. Nach 24 Std. ohne rauchen werden die Ohrakupunkturpunkte gesucht und genadelt. Nach zwei Tagen und nach einer Woche wiederholt sich die Akupunktursitzung. Nach dieser Prozedur haben schon viele Patienten Ihren Ziel, rauchfrei zu werden, erreicht.

stock

Vorteile des Nichtrauchens:

Nach dem Rauchstopp müssen Sie nicht lange warten, bis sich die ersten Verbesserungen einstellen. Die amerikanische Krebsgesellschaft hat die positiven körperlichen Veränderungen zusammengestellt:

  • Nach 20 Minuten:

    Puls und Blutdruck sinken auf normale Werte, die Körpertemperatur in Händen und Füßen steigt auf die normale Höhe.
  • Nach 8 Stunden:

    Der Kohlenmonoxid-Spiegel im Blut sinkt, der Sauerstoff-Spiegel steigt auf normale Höhe
  • Nach 24 Stunden:

    Das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, geht schon von diesem Zeitpunkt an leicht zurück.
  • Nach 48 Stunden:

    die Nervenenden beginnen mit der Regeneration. Geruchs- und Geschmacksorgane verfeinern sich. Sie können wieder besser riechen und schmecken.
  • Nach 2 Wochen bis 3 Monaten:

    Der Kreislauf stabilisiert sich. Die Lungenfunktion verbessert sich.
  • Nach 1 bis 9 Monaten:

    Hustenanfälle, Verstopfung der Nasennebenhöhlen und Kurzatmigkeit gehen zurück. Die Lunge wird allmählich gereinigt, indem Schleim abgebaut wird. Die Infektionsgefahr verringert sich und körperliche Energiereserven werden vermehrt mobilisiert.
  • Nach 1 Jahr:

    Das Risiko einer Koronarinsuffizienz (Sauerstoffmangel des Herzmuskels) sinkt auf die Hälfte des Risikos eines Rauchenden.
  • Nach 5 Jahren:

    Das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, verringert sich fast um die Hälfte. Das Herzinfarktrisiko sinkt in einem Zeitraum zwischen 5 und 15 Jahren auf das eines Nichtrauchenden. Das Krebsrisiko von Mundhöhle, Luft und Speiseröhre ist nur noch halb so groß wie bei einem Rauchenden.
  • Nach 10 Jahren:

    Das Lungenkrebsrisiko ist weiter gesunken. Es ist nicht mehr höher als bei einem Nichtrauchenden. Zellen mit Gewebsveränderungen, die als Vorstufe eines Krebses aufzufassen sind, werden ausgeschieden und ersetzt. Das Krebsrisiko von Mundhöhle, Luft- und Speiseröhre, Harnblase, Nieren und Bauchspeicheldrüse sinkt.
  • Nach 15 Jahren:

    Das Risiko einer Koronarinsuffizienz ist nicht mehr höher als bei einem lebenslanger Nichtrauchenden.