Eigenbluttherapie

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Die Eigenblutbehandlung ist eine Therapie der Alternativmedizin, die das Immunsystem aktiviert, um jene Krankheiten zu bekämpfen, die von einem schwachen Immunsystem profitieren.

Sie besteht aus der Extraktion des Blutes aus einer Vene, um im Muskel des Armes oder des Gesäß sofort wieder eingespritzt zu werden.

Das Blut in den Gefäßen ist grundsätzlich ein Transportmittel für verschiedene Stoffe (Nährstoffe, Elektrolyte, Vitamine sowie für die Ausscheidung von Kohlendioxid, Stoffwechselabfallprodukte, etc.), eine ihrer wichtigsten Funktionen ist aber die Versorgung des Organismus mit Sauerstoff.

Das Blut enthält auch verschiedene individuelle Informationen über durchgemachte Erkrankungen, vorhandene Resttoxinen von überstandenen Infektionen, Stoffwechselablagerungen sowie ganz spezifische Antikörper.

Wenn ein Teil dieses Blutes außerhalb des Gefäßsystems gelangt, werden im Körper Abwehrmechanismen in Gang gesetzt, d.h. das eigene Blut wird als pathogener Reiz wahrgenommen. Wenn bei einer Eigenbluttherapie das frisch entnommene Blut intramuskulär oder subkutan wieder eingespritzt wird, wird es vom Organismus nicht mehr als körpereigen angesehen, sondern als Fremdkörper, mit der Folge, dass das Immunsystem damit optimiert wird. Dabei werden Killerzellen und weitere Abwehrzellen vermehrt auftreten.

Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass schon 5 ml Blut ausreichen, um einen tatsächlichen biologischen Reiz in Gang zu setzen.

Für Kinder wird ein sogenannte Autonosode hergestellt, d.h. ein Tropfen Blut des Kindes wird im Labor potenziert und als Globuli oder Tropfen gegeben und einige Wochen lang eingenommen.

Da das Blut Teil des eigenen Organismus ist, können keine allergischen oder abstoßenden Reaktionen eintreten.

Die Eigenbluttherapie soll konstant und regelmäßig durgeführt werden, z.B. jeden 5. oder 7. Tag bei akuten Erkrankungen, bei chronischen seltener. Die Rate der Killerzellen steigt von 5% auf 22% ca. 8 Std. nach der Spritze und bleibt bis zum fünften Tag stabil hoch. Ab dem 6. und 7. Tag sinken sie wieder auf ihren Ausgangszustand zurück. Die Spritzen werden deshalb solange wiederholt, bis eine deutliche Besserung eintritt, und das ist vom Fall zu Fall unterschiedlich.

Die Wirkung der Eigenbluttherapie kann durch die Beimischung von homöopathischen Medikamenten gesteigert werden. Diese Medikamente werden individuell je nach Beschwerden des Patienten ausgewählt.

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Indikationen

  • Akute und chronische Krankheiten

  • Infektanfälligkeit

  • Allergien

  • Akne

  • Arthrose

  • Arthritis

  • Asthma

  • Multiple Sklerose

  • Diabetes

  • Neurodermitis

  • Psoriasis

  • Nervosität, Depressionen, Überlastung

Zusätzlich ist die Eigenbluttherapie während einer Chemotherapie eine gute begleitende Alternativtherapie, da der Körper bei der Chemotherapie völlig geschwächt wird.

Kontraindikationen

  • Thrombose

  • Thrombophlebitis

  • Aktive tuberkulöse Prozesse

  • Patienten, die Blutverdünnungsmitteln und Immunsuppressiva einnehmen